Das Buckeln der vielen Kartonschachteln vom Auto bis in den Lift treibt mir Schweissperlen auf die Stirn, und ich wische sie mit dem Handrücken weg. Ich japse nach Luft, als die Fahrstuhltür auf meiner Etage zur Seite gleitet. Damit mir das schwere Metall nicht noch eine blaue Delle in den Ellenbogen rammt, schiebe ich mit dem Fuss vorsichtshalber einen Karton an die Kante des Fahrstuhls. Denn, in den vergangenen Monaten habe ich die Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses schon fünfmal aufgesucht. Bei den diensthabenden Assistenzärzten bin ich mittlerweile als „Ungeschickte in Männerarbeiten“ zu zweifelhaftem Ruhm gelangt. Rücklings ziehe ich den Karton ins Treppenhaus, spüre, wie meine weite Leinenhose langsam nach unten rutscht, und höre ausgerechnet in diesem Moment Schritte. „Frau Nachbarin, was haben Sie denn…

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