Wenn ich mir in diesem Urlaub noch ein weiteres nacktes Sixpack während des Dolcefarnientes auf der Strandliege ansehen muss, gefolgt von „Ciao Bella“ und einem scharfen Pfiff, wird mir der Sinn für Erotisches endgültig entgleiten. Jenes aufregende, herzerwärmende, liebliche, subtile, nicht greifbare Gefühl, das bei mir ungeahnte Höhenflüge auslöst. Es ist Abend, und ich habe es mir auf der Gartenterrasse des Bungalows gemütlich gemacht. Die Zeitschrift auf meinen Oberschenkeln, die Füsse in bunten Socken auf dem Schemel, das Dessert in Form des Eiskaffees perlt bei den schwülen Abendtemperaturen bereits Tropfen auf den Becher. Mein Blick schweift zur Gabelung des Gehwegs. Und da, nur wenige Meter entfernt, trifft Er mich wie der Stromstoß eines Viehzauns, den ich mit elf Jahren aus purem Leichtsinn berührt hatte.

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